Energie aus Holz

Intelligente Nutzung der Ressource auch als Prozess­wärme

Der Bezirk Murau hat aufgrund der Topographie und der geologischen Voraussetzungen einen nahezu flächendeckenden Bewuchs bis an die Baumgrenze. Dadurch ergibt sich ein hoher Waldanteil von 57,8 % mit einer Nutzung von ca. 333.000 Festmetern Holz pro Jahr. Murau kann folglich als „grüne Lunge“ bezeichnet werden. Rund ein Viertel des Rohstoffes wird für die energetische Nutzung verwendet. Im Bezirk Murau sind in nahezu jedem Ort bzw. Ortsteil mit Biomasseheizwerken betriebene Fernwärmenetze entstanden – kein einziges wird mit fossilen Brennstoffen betrieben. Somit können viele fossile Einzelanlagen Zug um Zug durch Anschluss ans Fernwärmenetz ersetzt werden. Biomasse-affine Installateure, die vorwiegend Biomasse-Kessel einbauen und KundInnen auch dahingehend informieren, tragen dazu wesentlich bei.

Leuchtturmprojekte

Nahwärme Murau

Stromproduktion aus Holz
mittels Blockheizkraftwerken. Lieferung von Prozesswärme für die Brauerei Murau und das Landeskrankenhaus Stolzalpe

energie aus holz-nahwaerme Murau

Innovative Biomasse-Installateure

energie aus holz-Innovative Biomasse Installateure

Nachhaltige Forstwirtschaft

nachhaltige Forstwirtschaft im Bezirk Murau Steiermark

Biomassehof Naturwärme St. Lambrecht

Biomasse Naturwaerme St Lambrecht Murau

Erfolgreiche Kooperationen mit lokaler Wirtschaft

Brauerei Murau – die effizienteste Brauerei der Welt!

Durch den Anschluss an das Biomasseheizwerk Nahwärme Murau wird Prozesswärme aus dem Rohstoff Holz bereitgestellt. Darüber hinaus wird die Abwärme, die beim Bierbrauen entsteht, über eine „Energieschaukel“ kaskadisch wiederverwertet, was den Energieverbrauch zusätzlich senkt. Das macht die Brauerei Murau zu
einer der sparsamsten Brauereien der Welt. Dafür wurde sie mit dem International FoodTec Award 2015 in Gold ausgezeichnet.

Landeskrankenhaus Stolzalpe – das grüne Bettenhaus

Seit 2012 ist das LKH Stolzalpe ein Vorreiter in Sachen grüner Energie. Pro Jahr vermeidet das 200-Betten-Krankenhaus die Verbrennung von 600.000 Litern Heizöl und damit 1.500 Tonnen CO2-Ausstoß. Zudem wurden die Energiekosten um 10 % gesenkt. Gelungen ist dies durch ein bislang beispielloses System, das die physikalischen Gegebenheiten quasi „überlistet“: Die 450 m Höhenunterschied zwischen Heizwerk und Krankenhaus werden mit Hilfe eines speziellen Wärmetauschers überwunden. Durch ein ausgeklügeltes System ist der Energieaufwand dafür nur unwesentlich höher, als wenn man den Höhenunterschied nicht zurücklegen müsste.